Electric Voodooland

Obwohl die Karriere von Jimi Hendrix bis zu seinem Ableben nur vier Jahre und drei Studioalben lang währte, finden sich heute ja ganz unterschiedliche Zielgruppen in seiner Musik wieder: Für die einen war er vor allem ein begnadet gniedelnder Bluesrocker, für die anderen der zentrale Innovator und Mitbegründer gitarrenlastiger Rockmusik, einige wenige finden vor allem in seiner finalen, vor allem von Funk- und Rhythm and Blues geprägte Band of Gypsies-Phase den größten Gegenwartsbezug.
Das Electric Voodooland Trio (Mikel Bluni, Jochen Eminger (†) und Klaus Rothenstein) wurde und wird diesen verschiedenen Erwartungshaltungen durch eine Zweiteilung Ihrer Sets gerecht. In der ersten Hälfte ihres Auftritts am 13. August ´21 stand der Bluesrocker Hendrix im Vordergrund und das deutlich ergraute Publikum schaukelte zufrieden zu „Voodoo Chile“, „The wind cries Mary“ (gewidmet dem verstorbenen früheren Bassisten der Band), „All along the watchtower“ oder das zu Lebzeiten unveröffentlichte „Hear my train a comin“. Im zweiten Teil widmete sich die Band dann dem rockigeren Output von „Purple Haze“ über „Voodoo child (Slight return)“ bis zu „Crosstown traffic“ und das Publikums zuckte zufrieden vor der Bühne zu dieser großartigen Musik, die auch nach mehr als 50 Jahren eine wahre Urgewalt ist. Ihre Darbietung brachte ihnen auch direkt einen Platz im Kreise der drei Finalisten der Openerband-Challenge 2020/21 ein. Im April´25 wußte das Trio abermals zu überzeugen. Dieses Mal mit Joachim Burger am Bass, der seit dem Tode von Jochen Eminger für die tiefen Töne verantwortlich zeichnet.
