Willkommen, aber mit klarem Respekt!
Spielregeln für eine gute, ehrliche und entspannte Blues-Jam-Session
Schön, dass du da bist und mitspielen willst!
Unsere Blues-Jam will weder eine Bühne für Selbstdarsteller noch eine öffentliche Probe sein. Sie bedeutet gemeinsames Musizieren nach bewährten Regeln – mit viel Spaß, aber auch mit gegenseitigem Respekt. Wenn du das akzeptierst, wirst du hier eine super Zeit haben und vielleicht sogar neue Bandkollegen finden.
Der Ablauf ist im Allgemeinen wie folgt:
- Eine jeweils wechselnde, so genannte Openerband eröffnet den Abend und bereitet die anschließende Jam-Session athmosphärisch vor.
- Bei der Jam-Session entscheidet dann der Moderator/Board-Master die Anzahl und Besetzung der Session-Sets. Ein Set sollte zwischen 4 und 7 Personen umfassen und ungefähr 20 -25 Minuten Spielzeit umfassen. Der jeweils ausgewählte „Frontmann“ eines Session-Sets legt die Musiktitel fest und „dirigiert“ die Mitmusiker seines Sets.
- Ziel ist es, allen anwesendeIm Musikerinnen und Musikern die Gelegenheit zu geben, in einem Session-Set mitzuwirken. Sollte eine Instrumentengattung überproportional vertreten sein, kann der Boardmaster auch innerhalb eines Sets rotieren.
Hinweise für Erstbesucher:
- Wende dich an den Moderator, sag „Hallo“, nenn deinen Namen und sag klar, welches Instrument du spielst und ob du singen willst. → So kann er planen und weiß, wen er mit wem zusammenbringen kann.
- Setz dich erst einmal hin, hör zu, klatsch mit, trink ein Bier und rede mit den anderen Musikern. Das ist Networking auf die entspannteste Art der Welt – viele Bands sind genau so entstanden.
- Auf der Bühne gilt immer: Der aktuelle Sänger ist der Chef auf der Bühne. → Er sagt an, welcher Song, welches Tempo, wo die Breaks sind und wer wann solo spielt. → Du hältst dich daran. Punkt. Keine Diskussion mitten im Song.
- Spiel die klassische 12-Takt-Blues-Form (oder die Songform, die gerade angesagt wird). Wenn du die nicht sicher kannst → lieber erstmal nur zuhören oder nur Rhythmus spielen, statt Chaos zu machen.
- Keine 10-Minuten-Gitarren-Soli, kein Showeinlagen-Gehampel, kein „Ich spiel jetzt mal eben meinen eigenen Song in Fis-Moll“. → Zwei, maximal drei Runden Solo, dann abgeben. Das nennt man Respekt vor den anderen Musikern und vor dem Publikum.
- Lautstärke: Pass dich der Band an. Nicht lauter sein als alle anderen zusammen.
- Wenn du singen willst: Sag vorher kurz, welchen Song du machen möchtest (am besten einen, den wirklich jeder kennt: Stormy Monday, Sweet Home Chicago, The Thrill Is Gone, Key To The Highway …). Der Bandleader entscheidet, ob und wann der Song passt.
- Lächeln, Spaß haben, anderen Musikern zunicken, dem Publikum danken – das gehört dazu.
Kurz gesagt: Komm bescheiden, spiel solide, hör zu und hab Respekt – dann wirst du immer wieder eingeladen und hast die beste Zeit deines Musikerlebens.
Wer sich nicht an diese paar einfachen Regeln hält, fliegt schneller von der Bühne, als er „Crossroads“ sagen kann – und kommt beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr dran.
Also: Sei pünktlich, sei nett, sei bluesig – dann sehen wir uns auf der Bühne! 🎸🎤
Rock on & Keep the Blues alive!
Euer Blues Initiative Vest IG -Team